Gesundheitsmanagement Sinofzik
Betriebliche Suchtpr√§vention • Beratung • Fortbildung • Mediation

Norbert Sinofzik
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Interview (für Erg√§nzungslieferung "Handbuch Sozialmanagement")

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  1. Gibt es Schätzungen, wie viele Suchtkranke in Deutschland leben?

  2. Sinofzik: Die Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) geht von allein 2,5 bis 3,5 Millionen alkoholabhängigen Menschen aus, hinzu kommen dann noch die mit Medikamenten, Glücksspiel, illegalen Drogen und nicht zuletzt die zahllosen "Nikotiniker". Bezogen auf die Arbeitswelt schätzt man, daß ca. 5 - 7% aller Beschäftigten alkoholkrank und 10 - 15% stark gefährdet sind.

  3. Was sind nach Ihrer Meinung besondere Auffälligkeiten für eine Erkrankung eines Mitarbeiters? Wie soll sich eine Führungskraft verhalten, wenn sie diese Gefahr bemerkt?

  4. Sinofzik: Sich von einer "normalen" und ungestörten Arbeitsbeziehung häufende bzw. stabilisierende Abweichungen. Z. B. Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit, Krankmeldungen innerhalb der Karenztage, vor und nach Wochenenden sowie an Brückentagen, Leistungs- und Stimmungsschwankungen, qualitative und quantitative Minderleistung, ungeplante Kurzurlaube, häufige Alkoholfahne, unerklärlich häufige Abwesenheit vom Arbeitsplatz, Vernachlässigung des äußeren Erscheinungsbildes uvm. Dabei läßt nur die "Fahne" auf Suchtmittelmißbrauch schließen. Dies sind Anlässe für ein diagnosefreies Personalgespräch mit klaren Vereinbarungen. Denn: Was Vorgesetzte tolerieren wird Norm!

  5. Wie helfen Sie konkret als Suchtberater?

  6. Sinofzik: Meine Beratungsfelder sind Betriebe und Behörden, also Unternehmensberatung. Ihnen mit ihren peronalverantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfe ich zu konsequentem und konstruktivem Führungsverhalten gegenüber - im oben genannten Sinne - arbeitsvertraglich auffälligen Belegschaftsmitgliedern. Coaching, Seminare für Vorgesetzte, Belegschaftssensibilisierung sowie Organisationsberatung sind die Methoden. Ziel ist: Hilfe statt Kündigung! Nach meiner Praxiserfahrung in ca. 70 Unternehmen geht die Strategie in 4 von 5 Problemfällen positiv aus.

  7. Sind nach Ihrer Einschätzung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Non-Profit-Einrichtungen ebenso gefährdet suchtkrank zu werden, wie in den Bereichen Wirtschaft, Industrie und Verwaltung?

  8. Sinofzik: Ja, mit Sicherheit. Nicht ohne Grund gehören zu meinen Kunden gerade auch Krankenhäuser, wohlfahrtliche Sozialeinrichtungen und kirchliche Träger. Suchterkrankungen sind schicht-, berufs- und auch überzeugungsübergreifend. Gerade die "beruflich sozial kompetenten" Menschen der helfenden Berufe wähnen sich zu oft zu sicher. Entsprechende Beobachtungen und Erfahrungen konnte ich bei einer Polizeibehörde und bei einem großen Wohlfahrtsverband sammeln. Konsequente betriebliche Präventionsprogramme führ(t)en zu positiven Veränderungen für alle Beteiligten, insbesondere zum Erhalt des "persönlichen Wirtschaftsstandortes" der Betroffenen.
Foto Norbert Sinofzik
     
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