Gesundheitsmanagement Sinofzik
Betriebliche Suchtprävention • Beratung • Fortbildung • Mediation

Norbert Sinofzik
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Ausbildung betrieblicher SuchtkrankenhelferInnen (BSKH - EFaS)

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Freiwillige Mitarbeit in der betrieblichen Suchtkrankenhilfe

Betriebe und/oder Verwaltungen als komplexe Subsysteme bergen gute Chancen, mit auf Suchtprobleme deutenden Auffälligkeiten bei MitarbeiterInnen konstruktiv umzugehen. Der "persönliche Wirtschaftsstandort des Auffälligen im Betrieb" ist dabei ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor. Dieser ist für alle Beteiligten (Auffällige, familiäre Angehörige, Vorgesetzte, KollegInnen) zu deren höchstmöglicher Zufriedenheit zu händeln. Hierzu bedarf es betriebsspezifischer Projekte zur Gesundheitsförderung, deren wesentlicher Bestandteil ein Präventionsprogramm "Sucht im Betrieb" sein sollte. Eine "wichtige Figur" innerhalb dieser Programme ist der/die "Freiwillige betriebliche SuchtkrankenhelferIn". Über seine/ihre primäre Rolle als AnsprechpartnerIn für Betroffene hinaus, wird er/sie nicht selten zum Motor betrieblicher Suchtkrankenhilfe.

Affektive Motivation "treibt" vor allem betroffene AbstinenzlerInnen oft in diese Rolle; aber auch Angehörige oder sozialverantwortlich Interessierte stellen sich gerne für diese Aufgabe zur Verfügung. Affektive Motivation allein führt jedoch häufig zu schnellem "Ausbrennen" (burn out). Deshalb sollten diese "freiwilligen Menschen" für ihre Aufgaben derart qualifiziert werden, daß sie mittel- und langfristig ihre oft sehr gefühlsbetonte (affektive) Motivation mit effektiven Strategien der Selbstbegrenzung und fachbezogenen Helferkompetenzen ausüben können. Hierzu bedarf es einer grundsätzlichen Wissensvermittlung zu folgenden Bereichen:

dreieck Abhängigkeit im Kontext von Lebensbedingungen
dreieck Suchtmittel (Beschreibung und Wirkungsweise)
dreieck Nicht stoffgebundene Abhängigkeiten
dreieck Sucht (Abhängigkeitserkrankungen und ihre Behandlung)
dreieck Die Praxis der freiwilligen Mitarbeit
dreieck Gefahren der Co-Abhängigkeit in der Helferrolle
dreieck Zielgruppen
dreieck Aufgabenbereiche
dreieck Reflexion der eigenen Sinn- und Wertbezüge
dreieck Die Person des freiwilligen Mitarbeiters, der Mitarbeiterin
dreieck Strukturelle Bedingungen und rechtliche Fragen.

Der Reflexion über die eigene Helferhaltung wird ein besonderes Gewicht beigemessen. Als Ziele der Helferausbildung seien hier schlagwortartig zu nennen:
dreieck Wissensvermittlung
dreieck Erweiterung von Handlungskompetenz
dreieck Strategisches Denken mit Blick auf betriebliche Strukturen
dreieck Selbstbeschränkung/Rollenbegrenzung
dreieck Motivation zu kommunikativem Denken und Agieren (Verhinderung von Einzelkämpferhaltungen)

Diese Ziele werden mit unterschiedlichen Arbeitsformen wie
dreieck Kleingruppenarbeit
dreieck Rollenspiel
dreieck Planspiel
dreieck Vorträge
dreieck Referate durch Kursteilnehmer
dreieck Filmbesprechungen

entwickelt. Ein Exkursionstag in ein Fachkrankenhaus für Suchtkranke der Region ist vorgesehen. Ebenso könnte der Kontakt zu einer ambulanten Beratungsstelle während der Ausbildung geknüpft werden. Wenn möglich, kann auch der konkrete Austausch mit einer Selbsthilfegruppe vor Ort initiiert werden.

Nach Abschluß der Ausbildung erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat, das sie zur freiwilligen Mitarbeit in Betrieben berechtigt. Es sei deutlich darauf hingewiesen, daß die Ausbildung nicht zu hauptberuflicher Ausübung berechtigt.

Die Kosten für die Ausbildung sollen vom Unternehmen getragen werden. Die TeilnehmerInnen sind von ihrem Unternehmen für die Ausbildungszeiten freizustellen.

Die Schulungsreihe umfaßt 140 Unterrichtseinheiten. Etwa die gleiche Zeitstundenzahl sollte für Vor- und Nachbereitung inkl. Anfertigung von Referaten und Protokollen einkalkuliert werden! Eine regelmäßige Teilnahme an allen Seminarterminen ist erforderlich! Die TeilnehmerInnen müssen, wenn selbst betroffen, 2 Jahre abstinent leben und sollten eine therapeutische Behandlung ihrer Abhängigkeit durchlaufen haben. Ferner ist die enge Zusammenarbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer Selbsthilfegruppe und einer professionellen Beratungsstelle unerlässlich.

     
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